06.08.2008
Am 20. September finden in Berlin und Stuttgart Demonstrationen gegen die
Beteiligung der Bundeswehr an Krieg und Besatzung in Afghanistan statt. Friedensinitiativen,
Aktive aus den Gewerkschaften und linke Organisationen rufen dazu auf, den Protest
gegen die deutsche Kriegsbeteiligung lautstark auf die Straße zu tragen. In Berlin
wird es einen antikapitalistischen Block geben. Diese Demonstration ist der Auftakt
für eine Reihe von Anti-Kriegsaktivitäten. Denn nächstes Frühjahr will die Nato
ihr 60-jähriges Bestehen in Straßburg/Kehl feiern. Dieses Ereignis wollen wir
nicht ungestört stattfinden lassen. Eine internationale Mobilisierung aus verschiedenen
linken Spektren hat bereits mit der Planung der Widerstandsaktionen begonnen.
Kommt zum antikapitalistischen Block auf der Demonstration am 20. September in Berlin und beteiligt euch an der Mobilisierung gegen die Nato.
Aufruf
zum antikapitalistischen Block in Stuttgart und Berlin
Gemeinsame Broschüre gegen Krieg und Besatzung von RPB und RAS als PDF (2,2 MB)
Weitere
Infos zur Afghanistan-Demo
Infos zu den Aktivitäten
gegen den Nato-Gipfel am 3. und 4. April 2009
19.06.2008
Unter dem Motto „Solidarität mit der Roten Hilfe International – Freiheit für Bertrand Sassoye, Constant Hormans, Abdel Abdallah, Wahoub Faoumi und Jean-François Legros!“ wird es am Dienstag, dem 24. Juni eine Kundgebung vor der belgischen Botschaft geben. Am Abend wird es noch eine Videokundgebung in Kreuzberg dazu geben mit dem Film „Die Geschichte der Cellules Communistes Combattants (CCC)“.
Belgische Botschaft | Jägerstraße 52/53 (Nähe Gendarmenmarkt)
Heinrichplatz Kreuzberg | Film: „Zur Geschichte der CCC“
10.07.2008
Die große Solidaritätsarbeit in Belgien und auch international gegen die Repression in Belgien zeigte ihre ersten Früchte: Am 26. Juni wurden drei GenossInnen aus der Haft entlassen. Am 8. Juli wurde Jean-Francois Legros, der 32 Tage im Hungerstreik war, entlassen. Momentan sitzt nur noch Bertrand Sassoye im Knast. Die Anklagen gegen alle fünf bleiben aber bestehen.
Freiheit für Bertrand Sassoye! Einstellung aller Verfahren! Solidarität ist eine Waffe!
Indymedia-Artikel zu den Kundgebungen in Berlin am 24. Juni
Kollektive Erklärung der vier Gefangenen
19.06.2008
Unter dem Motto „Solidarität mit der Roten Hilfe International – Freiheit für Bertrand Sassoye, Constant Hormans, Abdel Abdallah, Wahoub Faoumi und Jean-François Legros!“ wird es am Dienstag, dem 24. Juni eine Kundgebung vor der belgischen Botschaft geben. Am Abend wird es noch eine Videokundgebung in Kreuzberg dazu geben mit dem Film „Die Geschichte der Cellules Communistes Combattants (CCC)“.
Belgische Botschaft | Jägerstraße 52/53 (Nähe Gendarmenmarkt)
Heinrichplatz Kreuzberg | Film: „Zur Geschichte der CCC“
10.06.2008
Am 5. Juni 2008 fanden in Brüssel und in Paris Hausdurchsuchungen bei GenossInnen der Roten Hilfe Belgien (Sektion der Roten Hilfe International) und anderen Strukturen statt. Fünf GenossInnen wurden verhaftet. Darunter sind auch zwei ehemalige militante Aktivsten der CCC (Kämpfende Kommunistische Zellen), denen vorgeworfen wird gegen Auflagen der bedingten Entlassung verstoßen zu haben. Eine der Verhafteten wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. Im Folgenden dokumentieren wir die Erklärungen der Roten Hilfe International und des Revolutionären Aufbau Schweiz sowie die Adressen der Verhafteten.
Solidarität mit den Verhafteten! Kampf der Klassenjustiz – Solidarität aufbauen – Kapitalismus zerschlagen!
Solidaritätserklärung der Revolutionäre Perspektive Berlin
Erklärung der Roten Hilfe International
26.05.2008
Unter dem Titel „Little Sister against Big Brother“ fand am 1. März 2008 eine Informationsveranstaltung zu IT-Sicherheit und politischem Widerstand statt. Der Audio-Mitschnitt dieser Veranstaltung steht nun zum Downloade zur Verfügung.
23.04.2008
Der 1. Mai hat eine lange Tradition als Kampftag der ArbeiterInnenklasse und hat nichts an Aktualität verloren. In der ganzen Welt gehen an diesem Tag Menschen auf die Straße, um gegen Krieg, Armut, Privatisierung, Repression – gegen die kapitalistische Barbarei zu demonstrieren. Wir kämpfen für die Perspektive einer solidarischen klassenlosen Gesellschaft. Ein Bündnis aus verschiedenen linken Gruppen organisiert die revolutionäre 1. Mai Demo in Berlin um 18 Uhr am Kottbusser Tor. Bereits ab 17 Uhr gibt es eine Auftaktkundgebung mit musikalischen Beiträgen von Keny Arkana und Banda Bassotti. Beteiligt euch an der Mobilisierung und kommt zur Demonstration!
Aufruf des Revolutionären 1. Mai Bündnisses
Internetseite des Bündnisses
29.03.2008
Herzliche und solidarische Grüße an die revolutionären Militanten der PC p-m. Wir wünschen euch zum Prozess alle Kraft für einen politischen Angriff auf dem Terrain des Klassengegners. Die unwürdigsten Instrumentarien der Bourgeoise im Klassenkampf, sind das Gefängnis, das Gerichtsgebäude und das gesamte dazugehörige Feindesgesindel. Unwürdig und verlogen, jedoch brutal und mächtig. Aber gefangene RevolutionärInnen sammeln die Kraft zur Verteidigung und Propagierung ihrer Ziele, aus ihrer Würde, aus der proletarischen Geschichte um Befreiung von der Ausbeutung und aus der Solidarität von uns draußen. Wir stehen in revolutionärer Verbundenheit hinter eurem Kampf gegen die kapitalistische Barbarei und für den Kommunismus.
Den revolutionären Prozess vorantreiben!
Klassenkämpfe entfalten!
Kapitalismus zerschlagen!
Für den Kommunismus
Revolutionäre Perspektive Berlin
10.03.2008
Im Sommer 2007 gab es nach den Razzien im Zuge der Anti-G8-Mobilisierung einen weiteren Repressionsschlag. Betroffen sind sieben Aktivisten aus Berlin, denen vorgeworfen wird, Mitglieder einer kriminellen Vereinigung nach Paragraph 129 zu sein. Zunächst war nach Paragraph 129a – Bildung einer terroristischen Vereinigung – ermittelt worden, der Bundesgerichtshof schwächte den Vorwurf später auf kriminell ab, auch wenn weiterhin die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen leitet.
Die kriminelle Vereinigung, um die es hier geht, soll die militante Gruppe sein. Vier der Genossen saßen in Untersuchungshaft, drei davon mehrere Monate. Ihnen wird vorgeworfen versucht zu haben Bundeswehrfahrzeuge anzuzünden. Jetzt warten die Genossen auf ihren Prozess, welcher dieses Jahr anfängt. Es ist viel Solidaritätsarbeit für die Genossen geleistet worden, die sicher auch in Zukunft noch sehr nötig sein wird. Was unserer Meinung aber noch zu wenig thematisiert wurde ist die Zielsetzung der politischen Organisation militante Gruppe, die von staatlicher Seite als kriminell bezeichnet und verfolgt wird. Während es zum Thema Antimilitarismus bereits einige Veranstaltungen, Veröffentlichungen usw. gab, fehlt die Auseinandersetzung mit der Politik der militanten Gruppe, bis auf einige wenige Ausnahmen.
Als kommunistische Organisation hat die militante Gruppe das Ziel des Aufbaus einer Gegenmacht, mit einem Bezug auf die realen Klassenkämpfe sowie die Perspektive der Zerschlagung des kapitalistischen Systems durch einen revolutionären Prozess und die Entwicklung hin zu einer solidarischen klassenlosen Gesellschaft.
Was macht die militante Gruppe in den Augen des Staates zu einer terroristischen beziehungsweise kriminellen Vereinigung? Die militante Gruppe durchbricht mit ihren Aktionen bewusst den abgesteckten Spielraum in dem Proteste sich bewegen dürfen. Sie durchbricht die bürgerliche Legalität und negiert das Gewaltmonopol des kapitalistischen Staates. Revolutionäre Politik hat immer das Ziel das herrschende Gewaltmonopol zu brechen, um Gegenmacht zu entwickeln.Bei den Angriffen der militanten Gruppe handelt es sich um zielgerichtete militante Aktionen. Zu über 20 Brandanschlägen auf Einrichtungen von Staat und Kapital hat sich die militante Gruppe bekannt, unter anderem auf Polizei, Militär und Konzerne wie die Daimler AG. Auch wenn es sich um symbolische Aktionen handelt wird damit die Angreifbarkeit des kapitalistischen Systems deutlich. Ihre Kontinuität seit 2001 als Gruppe sowie ihr Versuch eine militante Vernetzung zu entwickeln, mittels der Militanzdebatte, macht sie für die Repressionsorgane zu einem Sicherheitsrisiko.
Jede Organisation, die eine solche revolutionäre Politik verfolgt, muss damit rechnen von den Repressionsapparaten kriminalisiert zu werden. Ziel des Staates ist es solche Organisierungen schon in den Anfängen zu zerschlagen, schließlich ist es die Aufgabe des Staates die bestehende Herrschaft aufrechtzuerhalten.
Neben ihrer militanten Praxis hat die militante Gruppe auch theoretisch einiges zu einer Debatte über Militanz, Strategie und kommunistische Politik beigetragen. Ihre Texte sind mittlerweile auch im Internet zu finden. Unserer Ansicht nach enthalten sie wertvolle Informationen und Stellungnahmen zu historischen und aktuellen Themen der linken Bewegung.
Wir gehen davon aus dass ein Aufbauprozess der revolutionären Linken auf mehreren Ebenen stattfinden muss. Revolutionäre Praxis ist vielfältig und reicht von Demonstrationen und Veranstaltungen bis hin zu militanten und bewaffneten Aktionen. Gemeinsam ist dieser Praxis, dass sie auf die Umwälzung der bestehenden Verhältnisse abzielt und versucht Gegenmacht zu entwickeln. Die organisierte Militanz der Militanten Gruppe ist genauso ein Teil dieses Prozesses wie unsere öffentliche politische Arbeit. Deshalb ist es neben der konkreten Solidarität mit den Betroffenen auch notwendig die Politik die gerade im Visier der Repression steht in den Vordergrund zu rücken. Für uns ist klar, die bestehenden kapitalistischen Verhältnisse beruhen auf Gewalt und Ausbeutung, und sind verantwortlich für Krieg, Hunger und Armut. Die bestehende Ordnung ist kriminell und nicht der vielfältige Widerstand, der versucht diese Missstände zu beseitigen.
Den revolutionären Prozess vorantreiben! Klassenkämpfe entfalten!
Kapitalismus zerschlagen!
Für den Kommunismus!
Revolutionäre Perspektive Berlin
Flugblatt als PDF
12.02.2008
Der staatliche Überwachungsapparat rüstet auf: Die neuesten Verschärfungen sind die seit dem 1. Januar eingeführte Vorratsdatenspeicherung und die geplante Onlinedurchsuchung von Computern durch BKA-Trojaner. Computer, Internet, Handy und Telefon sind Technologien, die im Visier der Repressionsbehörden stehen. Dennoch sind sie für die politische Arbeit heute oftmals unabdingbar geworden. Die Sicherheit im Umgang mit diesen Instrumenten sollte deshalb nicht vernachlässigt werden, um den staatlichen Behörden so wenig Auskünfte wie möglich über unsere Strukturen zu geben. Der Staat hat eine Vielzahl von Methoden Informationen über AktivistInnen zu sammeln und auszuwerten, so zum Beispiel mittels der Ortung von Handys, der Registrierung wer wann und wie oft mit wem telefoniert, oder der Installation von Peilsendern und Wanzen. Ein IT-Experte vom Revolutionären Aufbau Schweiz wird bei der Veranstaltung über die technischen Möglichkeiten und Grenzen der Sicherheitsapparate informieren und deren praktisches Vorgehen anhand aktueller Beispiele deutlich machen. Außerdem wird er Möglichkeiten aufzeigen wie wir uns schützen können, so zum Beispiel mit Anonymisierungsprogrammen, PGP-Verschlüsselung von E-Mails, Festplattenverschlüsselung und Shredderprogrammen.
Samstag | 1. März 2008 | 19 Uhr
Baiz | Christinenstraße 1 | U Rosa-Luxemburg-Platz
17.01.2008
Vom 8. bis 10. Februar 2008 findet in München die Nato-Sicherheitskonferenz statt. Diese – früher Münchner „Wehrkundetagung“ genannte – Sicherheitskonferenz wird von Horst Teltschik, einem Vorstandsmitglied bei BMW veranstaltet und wird von der Bundesregierung finanziert. Die TeilnehmerInnen sind vor allem ranghohe Militärs und RegierungsvertreterInnen, vor allem Außen- und KriegsministerInnen der Nato. Außerdem befinden sich VertreterInnen von Konzernen wie beispielsweise Daimler, EADS und Boeing auf der Gästeliste. Die Konferenz soll dazu dienen, Kriegseinsätze zu planen, zu koordinieren und zu propagieren sowie auftretende Widersprüche zwischen den einzelnen Staaten zu verhandeln.
Die bürgerlichen Medien und PolitikerInnen behaupten, dass Kriege und Besatzungen im Namen der „Menschenrechte“ oder des „Kampfes gegen den internationalen Terrorismus“ geführt werden und deshalb „humanitäre Interventionen“ darstellen. Die tatsächlichen Kriegsgründe sind jedoch ganz anders gelagert. Es geht um den ungehinderten Zugang zu Märkten und Rohstoffen und die Sicherung von Einflusssphären für das weltweit agierende Kapital. Die Liste der imperialistischen Raubzüge ist lang. Ein aktuelles Beispiel ist der Irak-Krieg und die Besatzung des Landes. Während im zerstörten Irak Unsicherheit und Chaos herrschen, Besatzungstruppen und private Söldner ihr Unwesen treiben, werden die Ölförderrechte und Bauaufträge unter europäischen und US-amerikanische Konzernen verteilt.
Kapitalistische Produktion ist eine Wirtschaftweise, deren Zweck es ist Profit zu machen. Die Folgen eines Systems, dem es nicht um die Befriedigung der menschlichen Bedürfnisse, sondern rein ums Geschäft geht, sind Armut, Unterdrückung und Krieg. Wenn wir gegen den imperialistischen Krieg demonstrieren, können wir deshalb von der Ursache, dem Kapitalismus, nicht schweigen. Eine andere Gesellschaft, in der die Produktion dem Zweck der Bedürfnisbefriedigung aller Menschen weltweit dient, die auf Solidarität statt Konkurrenz beruht, ist kein unerfüllbarer Traum, sondern eine zu erkämpfende Notwendigkeit. Die Geschichte wird von den Menschen gemacht, also können wir ihren Verlauf auch beeinflussen. Deshalb:
Raus gegen imperialistischen Krieg
Rein in den internationalistischen
Block!
Kapitalismus zerschlagen – Für den Kommunismus!
Samstag | 9. Februar 2008
16 Uhr: Auftaktkundgebung auf dem Marienplatz
18 Uhr: Großdemonstration
vor die Residenz
Von Berlin wird ein Bus nach München zur Kundgebung und Demonstration fahren. Die Tickets für Hin- und Rückfahrt kosten 15 Euro und können über die Buchhandlungen Schwarze Risse (Gneisenaustraße 2a in Kreuzberg und Kastanienallee 85 im Prenzlauer Berg) bezogen werden.
Abfahrt in Berlin
Freitag | 8. Februar 2008 | 23.45 Uhr
Wassertorplatz an
der Skalitzer Straße nähe U Kottbusser Tor
Rückfahrt von München
Sonntag | 10. Februar 2008 |
10 Uhr
Revolutionäre Perspektive Berlin und
Antifaschistische Revolutionäre
Aktion Berlin
17.01.2008
Bei der Veranstaltung werden wir einen Überblick zum Stand der Mobilisierung und den Aktionen vor Ort, als auch allgemeine Informationen zur Nato-Sicherheitskonferenz geben. Der Historiker und Journalist Nick Brauns wird über die Strategien und Ziele der BRD und der Nato informieren. Im Anschluss zeigen wir noch Videoclips zu vergangenen Anti-Siko-Aktivitäten und zum Thema Antimilitarismus.