21.12.2016 | Internationalismus

Perspektive-Tresen: Jin, Jiyan, Azadi

Der Kampf gegen das Patriarchat spielt in der kurdischen Bewegung eine zentrale Rolle. Nach dem Aufbau eigenständiger Fraueneinheiten in der Guerilla 1993, folgte 1995 die Gründung des Verbandes freier Frauen Kurdistans (YAJK), 1999 der Partei der Freien Frau (PJA) und 2005 der Hohe Frauenrat. In allen gesellschaftlichen Bereichen, in allen Teilen Kurdistans sowie im Exil organisieren die Frauen seither eigenständig die politische Arbeit. Die Revolution in Rojava wird als Frauenrevolution angesehen, es gibt dort Frauenverteidigungseinheiten und Frauenakademien. Die kurdische Frauenbewegung hat die »Jineologie« entwickelt, die Wissenschaft der Frauen. Der türkische Staat kann diese Errungenschaften der Frauenbewegung nicht ignorieren und beabsichtigt sie mit seinen Angriffen zurückzudrängen. Mit dem Krieg gegen die Bevölkerung und gegen die Selbstorganisationsstrukturen reagiert er insbesondere auf die Stärke der Frauenkämpfe. Die Frauennachrichtenagentur JinHa wurde geschlossen, Co-Bürgermeister*innen sowie hunderte Aktivistinnen wurden verhaftet, zum Beispiel die Sprecherin des Hohen Frauenrates. Wir haben Genossinnen vom FrauenRat Dest Dan eingeladen, um über die Entwicklung und Perspektiven der kurdischen Frauenbewegung zu sprechen.

Dienstag | 10. Januar 2017 | 19 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10a

Tags: Bewaffneter Kampf, Internationalismus, Perspektive-Tresen, Rojava, Sexismus, Türkei und Kurdistan

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