23.10.2016 | Sonstiges

Perspektive-Tresen: Kunst und Klassenkampf

2016 jährt sich der Geburtstag des Schriftstellers, Malers und Filmemachers Peter Weiss zum 100. Mal. Er wurde am 8. November 1916 bei Berlin geboren. Wegen ihrer jüdischen Abstammung floh seine Familie 1934 aus Deutschland. In der Nachkriegszeit entwickelte er sich zu einem internationalistisch und sozialistisch denkenden Künstler. 1965 entstand das Theaterstück »Die Ermittlung« welches den ersten Frankfurter Auschwitzprozess von 1963 bis 1965 thematisiert. 1968 bereiste er Nord­vietnam und verfasste einen Bericht über die Angriffe der US-Luftwaffe und -Marine gegen die Demokratische Republik Nordvietnam. Den dreibändigen Roman »Die Ästhetik des Widerstands« schrieb er zwischen 1972 und 1981. Ein zentrales Thema des Buches ist der kommunistische Widerstand gegen den Faschismus. Der Roman gilt als sein schriftstellerisches Hauptwerk und wurde in der linken Bewegung ab Ende der 1970er Jahre intensiv diskutiert. Kultur und Bildung werden von Peter Weiss als wichtige Instrumente betrachtet, um Widerstand gegen Unterdrückung und Ausbeutung zu entwickeln. Wir haben den Schauspieler und politischen Aktivisten Rolf Becker aus Hamburg eingeladen, der einzelne Abschnitte aus dem Roman »Die Ästhetik des Widerstands« lesen wird.

Montag | 7. November 2016 | 20 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10a

Tags: Antifaschismus, Geschichte, Klassenkampf, Kunst, Perspektive-Tresen

26.01.2016 | Sonstiges

Audiomitschnitt der Lesung und Diskussion mit Ellen Schernikau

Ellen Schernikau hat im Rahmen des Perspektive-Tresens »Schernikaus Blick auf die DDR« am 13. Oktober 2015 einzelne Abschnitte aus »die tage in l. – darüber, dass die ddr und die brd sich niemals verständigen können, geschweige mittels ihrer literatur« ihres Sohnes Ronald M. Schernikau gelesen. Das Werk ist Teil seiner Abschlussarbeit am Literaturinstitut Johannes R. Becher in Leipzig, an dem er als erster Westberliner von 1986 bis 1989 studierte. Der Text besteht aus zum Teil satirischen Alltagsbeobachtungen, Kommentaren und Dialogen über die gesellschaftliche Realität der DDR und der BRD. Ronald Schernikau legt im Text auch die Beweggründe für seinen Umzug in die DDR dar.

Tags: Audio-Mitschnitt, Klassenkampf, Kommunismus & Sozialismus, Perspektive-Tresen

24.09.2015 | Sonstiges

Perspektive-Tresen: Schernikaus Blick auf die DDR

Während im Herbst 1989 Tausende in den Westen ziehen, wird der Schriftsteller und Kommunist Ronald M. Schernikau am 1. September 1989 Bürger der DDR. Schernikau wird 1960 in Magdeburg geboren. Im Alter von sechs Jahren reist seine Mutter Ellen Schernikau mit ihm in die BRD aus. Er wächst in einer Kleinstadt bei Hannover auf. Mit 16 wird er Mitglied der SDAJ und DKP. Kurz vor seinem Abitur erscheint 1980 sein erfolgreiches Buch »Kleinstadtnovelle«. Schernikau zieht nach Westberlin und ist in der Schwulenszene und der SEW aktiv. Ab 1986 studiert er in Leipzig, am Institut für Literatur »Johannes R. Becher«. Vielbeachtet wurde seine Rede 1990 auf dem Schriftsteller-Kongress der DDR. Darin stellte er fest: »Die Dummheit der Kommunisten halte ich für kein Argument gegen den Kommunismus« und warnte seine Kolleg*innen: »Wer die Buntheit des Westens will, wird die Verzweiflung des Westens kriegen«. Schernikau starb mit 31 Jahren in Berlin an den Folgen von Aids. Bei der Veranstaltung wird Ellen Schernikau aus »Die Tage in L.« – ein Teil seiner Abschlussarbeit – lesen. Während anderswo der 25. Jahrestag der »Wiedervereinigung« gefeiert wird, wollen wir gemeinsam mit ihr über Ronald M. Schernikaus Sichtweise auf die DDR diskutieren.

Dienstag | 13. Oktober 2015 | 19 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10a

Tags: Klassenkampf, Kommunismus & Sozialismus, Perspektive-Tresen, Sexismus

11.04.2014 | Sonstiges

Perspektive Kommunismus gegründet

Anfang April haben revolutionäre Gruppen aus Hamburg, Berlin, Mannheim, München, Stuttgart und Villingen-Schwenningen, die Perspektive Kommunismus gegründet. Schon länger verfügen wir, die beteiligten Gruppen, über gemeinsame Erfahrungen in verschiedenen überregionalen politischen Kampagnen, beispielsweise gegen imperialistische Kriege oder reaktionäre und faschistische Strömungen. Wir sind uns einig in der Notwendigkeit einer bundesweiten, aktionsorientierten und revolutionären kommunistischen Organisation. Mit dem Projekt wollen wir dazu beitragen, die Basis für eine solche Organisation zu schaffen und der Zersplitterung der revolutionären Linken in der BRD entgegen zu wirken.

Tags: Kommunismus & Sozialismus, Organisierung

24.08.2011 | Sonstiges

Yes to »junge Welt«

Am 13. August hat die Tageszeitung junge Welt ein Titelblatt zum Mauerbau veröffentlicht, das für einigen Wirbel gesorgt hat. Bestimmte Kreise innerhalb und außerhalb der Linkspartei fordern nun offensiv den Boykott der linken Zeitung. Unabhängig davon, ob man fragliches Titelblatt als gelungen betrachtet oder nicht muss es uns darum gehen die Versuche der Isolierung der jungen Welt entschieden zurückzuweisen. Die junge Welt ist ein wichtiges linkes Medium, dem unsere Solidarität gebührt. Sie berichtet kontimuierlich über verschiedenste Themen der linken Bewegung: Antifaschismus, Antimilitarismus, Repression, marxistische Theorie und vieles mehr. Verschiedene Einschätzungen zur DDR, zum Mauerbau und anderen Themen müssen auch kontrovers diskutiert werden können.

Für mehr Debatten statt plumper Hetze!

Tags: Bildung, junge Welt, linke Medien

08.03.2011 | Sonstiges

Veranstaltungen zu Arbeiterkämpfen in der Weimarer Republik

Am 13. März 1920 kommt es zum Kapp-Lüttwitz-Putsch gegen die Republik. Die Mehrheit der Bevölkerung kämpfte für deren Fortbestand. Es kam zum größten Generalstreik in der deutschen Geschichte. Vielerorts fanden auch bewaffnete Auseinandersetzungen statt. So kam es am 17. März 1920 auch zu einer bewaffneten Konfrontation an einer Barrikade am Kottbusser Tor in Berlin. Im März 1921 kam es im Industriegebiet um Halle/Merseburg (Sachsen Anhalt) zum letzten großen bewaffneten Aufstand in Deutschland. Der Oberpräsident von Sachsen von der SPD ließ Truppen ins mitteldeutsche Industrierevier einrücken, die die ArbeiterInnen entwaffnen sollten. Dagegen setzten sich die ArbeiterInnen bewaffnet zur Wehr. Über 100 wurden getötet und 4000 verhaftet.

Vortrag zu einem Acrylgemälde zum Mitteldeutschen Aufstand:
17.03.2011 | 19 Uhr | Tacheles (Goldener Saal) | Oranienburger Straße 54­/56a

Vortrag zum Geschehen 1920 am Kottbusser Tor 1920 :
18.03.2011 | 19 Uhr | Kottbusser Tor | Südblock | Admiralstraße 1­2

Tags: Geschichte, Kommunismus & Sozialismus, Revolution, Streik

02.02.2010 | Sonstiges

Vortrag zur DDR

Am 17. Januar 2010 veranstaltete die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin in Berlin-Kreuzberg eine Diskussion unter dem Motto »DDR? Die radikale Linke und der realsozialistische Versuch«. Auf dem Podium saß neben dem ehemaligen NVA-Offizier Ingo Höhmann (Kommunistische Initiative) und Herbert Mißlitz, Ende der 1980er Jahre im linken Flügel der DDR-Oppositionsbewegung aktiv, die ehemalige Angehörige der Bewegung 2. Juni Inge Viett; sie hatte Anfang der 1980er Jahre in der DDR politisches Exil gefunden. Im Folgenden die leicht überarbeitete Fassung ihres Beitrags, der in der jungen Welt abgedruckt wurde.

Tags: Geschichte, Kommunismus & Sozialismus

02.01.2010 | Sonstiges

Veranstaltung zur DDR

Bei der von der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin organisierten Veranstaltung soll darüber diskutiert werden was die DDR eigentlich war und wie die radikale Linke 20 Jahre nach ihrem Untergang zum »realsozialistischen Versuch« steht. Ehemalige Angehörige der DDR-Staatsorgane diskutieren mit Vertretern der damaligen Opposition und »rüber gemachten« Westlinken über den Charakter der DDR und die Gründe für ihr Scheitern. Mit Herbert Mißlitz (ehemals Vereinigte Linke / linke DDR-Opposition), Thomas Waldeck (ehemals FDGB / SED) und Inge Viett (ehemals Bewegung 2. Juni / Exil in der DDR).

Veranstaltung | 17. Januar | 18 Uhr | Kato (U Schlesisches Tor)

Tags: Geschichte, Kommunismus & Sozialismus

03.11.2008 | Sonstiges

90. Jahrestag der Novemberrevolution

Die Erhebungen Hunderttausender in Deutschland während der Novemberrevolution 1918 jähren sich in diesem Jahr zum 90. Mal. Aus Protest gegen den Massenmord des Ersten Weltkriegs, die noch immer monarchistisch geprägten Verhältnisse, den Verrat der SPD, sowie unter dem Eindruck der Oktoberrevolution 1917 in Russland, entstand eine revolutionäre Bewegung, die tief greifende Veränderungen erreichte. In Berlin gibt es dazu von Kunst und Kampf zwei interessante Veranstaltungen.

Rundfahrt zu den Orten der Revolutionskämpfe 1918/1920 in Berlin:
15.11. | 12 Uhr | Großen Stern/Siegessäule (Haltestelle Hofjägerrstraße)

Veranstaltung zu Revolution und bewaffnete Aufstände 1918/20 in Berlin:
17.11. | Schnarup Thumby | Scharnweberstraße 38

Tags: Geschichte, Klassenkampf, Revolution

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