15.11.2019 | Sonstiges

20 Jahre Indymedia

Der »Widerstand ist global« verkündete www.indymedia.org im ersten Posting am 24. November 1999. Die Internetplattform hat eine weltweite, unabhängige linke digitale Medienberichterstattung zum ersten Mal ermöglicht. Wir organisieren zum Jubiläum zwei Veranstaltungen mit. Am 24.11. findet die Veranstaltung zum Thema »20 Jahre Indymedia: Was bleibt vom linken Aufbruch ins Internet?« statt. Drei Zeitzeug*innen, die auch heute noch in linken Bewegungen aktiv sind, werden über Peoples Global Action und Basisbewegungen in Indien, Technikkollektive und die erste Online-Demonstration in Deutschland, linke Videogruppen sowie den damaligen und heutigen Nutzen des Internet für linksradikalen, internationalen Protest sprechen. Am 28.11. gibt es die Film-Veranstaltung »Das »Tiefensehmagazin« AK KRAAK – Ausgabe 1999«. Die Gründung von Indymedia fiel vor 20 Jahren in eine Zeit, als linke Medienkollektive vor allen Radiosendungen und Videos produzierten. Zu ihnen gehört AK KRAAK, die seit Anfang der 90er ein- oder mehrmals im Jahr Filme zu linken Bewegungen veröffentlicht haben. Wir wollen das Videokassettenmagazin aus dem Jahr 1999 zusammen ansehen und mit den damaligen Macherinnen diskutieren.

  • Sonntag | 24.11.2019 | 18:30 Uhr | Aquarium | Skalitzer Straße 6
  • Donnerstag | 28.11.2019 | 19 Uhr | Zielona Gora | Grünberger Straße 73

Tags: linke Medien, linke Projekte

03.09.2019 | Repression

Audio-Mitschnitte der Indymedia-Veranstaltung

Am 13. August fand im Bandito Rosso in Berlin eine Veranstaltung unter dem Motto »Zwei Jahre Verbot von Indymedia Linksunten – Medienaktivismus zwischen Repression und Bedeutungsverlust« statt. Über 60 Menschen nahmen an der Veranstaltung teil. Organisiert wurde sie von: Arbeitskreis kritischer Jurist*innen an der HU, Revolutionäre Perspektive Berlin und Rote Hilfe Berlin.

Matthias Monroy ging in seinem Beitrag auf die Wichtigkeit von Indymedia als Netzwerk des weltweiten Widerstands gegen die kapitalistische Globalisierung von der Gründung 1999 bis heute ein. Zeitweise gab es über 200 Indymedia-Zentren. In dem Vortrag ging es auch um die Krisen verschiedener Indymedia-Zentren und die Repression gegen Indymedia in verschiedenen Ländern. Erwähnung fand auch, aus welchen Gründen 2009 Linksunten entstand und wo die Unterschiede zu Indymedia Deutschland bestanden.

Kristin Pietrzyk, Anwältin eines Betroffenen des Linksunten-Verbots, berichtete von den Auswirkungen der Verbotsverfügung, dem Stand der Klagen gegen das Verbot und welche Rolle der Verfassungsschutz spielt. Sie betonte in ihrem Vortrag, dass es sich um einen Angriff auf die Pressefreiheit handelt.

In der Diskussion am Ende der Veranstaltung ging es darum wie wir diesem Repressionsschlag gegen die gesamte Linke adäquat begegnen können. Es wurde angeregt stärker aktiv zu werden gegen diesen Angriff und sich einzubringen in die Tag-(((i)))-Mobilisierung. Am Samstag vor den Prozessen der Klage gegen das Vereinsverbot am Bundesverwaltungsgericht, wird es in Leipzig eine bundesweite Demonstration geben. Es wird damit gerechnet, dass der Prozess im Frühjahr 2020 starten wird.

Tags: Audio-Mitschnitt, linke Medien, linke Projekte

27.06.2011 | Antira & Antifa

Naziterror bekämpfen!

In der Nacht zu Montag, dem 27. Juni 2011, fanden mindestens fünf Brandanschläge auf linke Projekte in Berlin statt. Betroffen sind der Antifa-Laden »Red Stuff«, das »Tommy-Weisbecker-Haus«, das »Bandito Rosso«, das »Tuntenhaus« in Prenzlauer Berg und das »Anton-Schmaus-Haus« der Jugendorganisation »Die Falken« in Neukölln-Britz, das sehr stark beschädigt wurde. Alle angegriffenen Projekte wurden im Vorfeld auf Outinglisten des »Nationalen Widerstands Berlin« genannt. Aus Solidarität mit den Betroffenen der jüngsten Übergriffe tragen wir morgen, ab 19 Uhr, unsere Wut und Entschlossenheit auf die Straße. Antifaschistischer Selbstschutz ist richtig und wichtig, das hat die vergangene Nacht einmal mehr gezeigt.

Kommt zur Antifa-Demo!
Dienstag | 28.06.2011 | 19 Uhr | Heinrichplatz (Kreuzberg)

Tags: Antifaschismus, linke Projekte, Nazigewalt

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