25.05.2018 | Krieg

Perspektive-Tresen: Nicht löschbares Feuer

In diesem Jahr jährt sich die 68er-Bewegung zum 50. Mal. Ein zentrales Thema war die internationale Solidarität und der Kampf gegen den Vietnam-Krieg. Die USA begann bereits 1964 Nordvietnam zu bombardieren, ab 1965 wurden Bodentruppen eingesetzt. Der internationale Vietnamkongress im Februar in Berlin mit 5000 Teilnehmer*innen war eines der zentralen Ereignisse von 1968. Der 25-minütige Film »Nicht löschbares Feuer« aus dem Jahr 1969 von Harun Farocki gilt als der wichtigste Agitprop-Film der Bewegung gegen den Vietnam-Krieg. Der Film will eine Vorstellung vom Vietnam-Krieg und von der verheerenden Wirkung der Brandwaffe Napalm geben und aufzeigen, wie die eigene Existenz mit all dem zusammenhängt. Im Film wird die Produktion von Napalm des Konzerns Dow Chemical für das US-Militär gezeigt. Farocki wurde wie auch Holger Meins und andere im November 1968 wegen politischer Aktivitäten von der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb) verwiesen. Wir zeigen den Film und geben zu Beginn einen Input zu Farocki und seinem Werk.

Dienstag | 12. Juni 2018 | 19 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10a

Tags: Internationalismus, Krieg, Perspektive-Tresen

24.05.2018 | Sexismus

Audiomitschnitt des Vortrags »Geschichte und Aktualität des 8. März«

Am 6. März 2018 haben wir uns beim Perspektive-Tresen mit der Geschichte und Aktualität des 8. März beschäftigt. Dabei sind wir auf die Entstehung des Internationalen Frauentages und auf die proletarische Frauenbewegung beziehungsweise die sozialistische Frauenfrage eingegangen. Daran anschließend haben wir die Ansätze des Marxismus-Feminismus seit den 1970er Jahren vorgestellt, die eine Weiterentwicklung gegenüber der sozialistischen Frauenfrage darstellten. Danach wurden aktuelle Ansätze, von Gruppen thematisiert die einen klassenkämpferischer oder proletarischen Feminismus vertreten. Zum Schluss haben wir dargelegt, was unsere feministische Perspektive beinhaltet und warum der 8. März heute noch relevant ist.

Tags: 8. März, Audio-Mitschnitt, Feminismus, Frauenkampf, Sexismus

26.04.2018 | Klassenkampf

Perspektive-Tresen: Wir brauchen keine Erlaubnis

Der Film »Wir brauchen keine Erlaubnis« handelt von den Arbeitskämpfen bei Fiat in Italien in der Zeit zwischen 1969 und 1980. Das Werksgelände im Stadtteil Mirafiori in Turin ist eine Million Quadratmeter groß und es arbeiteten dort knapp 60 000 Menschen. Heute ist das Gebiet weitgehend deindustrialisiert. Protagonist des Films ist der junge Arbeiter Pietro Perroti, der wie Tausende junge Arbeiter*innen aus dem verarmten italienischen Süden nach Turin zieht, um dort zu arbeiten. Er schmuggelt eine Kamera in die Fabrik und dokumentiert damit Demonstrationen, Streikposten, Blockaden und große Versammlungen. Der Film thematisiert auch die Auseinandersetzungen zwischen selbstorganisierten Arbeiter*innen und der Gewerkschaftsbürokratie. Ende der 1970er Jahre geht Fiat mit Massenentlassungen gegen die kämpferische Belegschaft vor. Die Originalaufnahmen vermitteln einen authentischen Einblick in den Alltag und die Kämpfe der Arbeiter*innen. Wir zeigen den 87-minütigen Dokumentarfilm und diskutieren über die historischen Klassenkämpfe und was wir daraus für linke Klassenpolitik heute lernen können. Wir haben Anna Stiede eingeladen, die den Film fürs deutschsprachige Publikum mit Untertiteln versehen hat. Sie wird eine Einführung zum Film geben.

Dienstag | 8. Mai 2018 | 19 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10a

Tags: Gewerkschaft, Italien, Perspektive-Tresen

19.04.2018 | Internationalismus

Audiomitschnitt des Vortrags von Nick Brauns zum Thema »Rojava verteidigen«

Bei unserem Perspektive-Tresen am 10. April 2018 ging der Historiker und Journalist Nick Brauns auf die aktuelle Situation in Rojava und insbesondere auf Afrin ein. Vor dem Angriff der reaktionären Türkei war Afrin ein friedlicher Ort an dem eine emanzipatorische Alternative aufgebaut wurde. Er beleuchtete die Rolle der verschiedenen Regional- und Großmächte und ging auf die innen- und außenpolitischen Gründe der Türkei für den Angriffskrieg ein.

Tags: Internationalismus, Rojava, Syrien, Türkei und Kurdistan

11.04.2018 | Internationalismus

Flagge zeigen am 1. Mai! Solidarität mit Rojava

Am 1. Mai gibt es in diesem Jahr bei der Revolutionären 1.-Mai-Demonstration um 18 Uhr ab Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg einen Fahnenmeer-Block. Es werden dort alle Fahnen der revolutionären kurdischen Bewegung gezeigt werden. Mit der Aktion soll auch gegen das Verbot der PKK in der BRD demonstriert werden. Das Bundesinnenministerium definierte im März 2017 33 verbotene Zeichen im Zusammenhang mit der kurdischen Arbeiter*innenpartei PKK. Die BRD unterstützt das reaktionäre Regime der Türkei politisch und finanziell, deutsche Rüstungskonzerne wie Rheinmetall liefern Waffen, die im blutigen Krieg gegen die Kurd*innen zum Einsatz kommen. Zeigen wir am 1. Mai unsere internationale Solidarität mit der kurdischen Freiheitsbewegung und gegen Repression und imperialistische Kriegspolitik.

Revolutionäre 1.-Mai-Demo | 18 Uhr | Oranienplatz

Tags: 1. Mai, Internationalismus, Rojava

07.04.2018 | Klassenkampf

Heraus zum 1. Mai 2018!

Am 1. Mai 2018 gibt es wie bereits in den vergangenen Jahren einen klassenkämpferischen Block auf der DGB-Demonstration in Berlin. Dabei werden unter anderem Arbeitskämpfe von betrieblichen Basisinitiativen vorgestellt. Der Block hat das Ziel auf der DGB-Demo eine antikapitalistische und internationalistische Positionierung sichtbar zu machen. Die Verwertungsinteressen des Kapitals, patriarchale und rassistische Verhältnisse stehen einem schönen Leben für uns alle im Weg. Wir gehen deshalb am 1. Mai auf die Straße, um deutlich zu machen, dass wir die herrschenden Zustände nicht hinnehmen und alle Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse bekämpfen. Der Weg zu einer solidarischen Gesellschaft jenseits von Kapitalismus, Rassismus und Patriarchat beginnt mit kleinen Schritten, mit selbstorganisierten Kämpfen im Betrieb, im Stadtteil und auf der Straße.

Klassenkämpferischer Block | DGB-Demonstration | 1. Mai 2018 | 9:30 Uhr | Hackescher Markt

Tags: 1. Mai, Gewerkschaft, Klassenkampf, Revolution

04.04.2018 | Klassenkampf

13.4. Fahrraddemo: Deliveroo – Shame on you!

Deliveroo wurde von arbeitsunrecht.de aus Köln bei einer online-Abstimmung als besonders gewerkschaftsfeindlicher Arbeitgeber ausgewählt. Jedes Mal, wenn der 13. eines Monats auf einen Freitag fällt, gibt es eine solche »Negativnominierung«. Es wird zu bundesweiten Aktionen des Protests und zivilen Ungehorsams gegen die betreffende Firma aufgerufen. In Berlin ruft die FAU, die schon seit einiger Zeit unter dem Label »deliverunion« Fahrradkuriere von Deliveroo und dessen Konkurrenten foodora organisiert, in diesem Rahmen zu einer Fahrraddemo auf. Die Deliveroo-Kolleg*innen fordern die Bezahlung ihrer Wartezeiten mit mindestens 4 Euro pro halbe Stunde, die Übernahme ihrer Unfallversicherung und der Reparaturkosten der Fahrräder sowie höhere Löhne für Kolleg*innen, die trotz der massiven Ausbeutung länger für Deliveroo fahren. Es ist gut, dass hier Initiativen aus unterschiedlichen politischen Richtungen zusammenkommen. Die Probleme der Deliveroo-Kuriere sind denen von Kolleg*innen aus anderen Branchen ähnlich, wie zum Beispiel Taxifahrer*innen, die Wartezeiten an Halteplätzen in vielen Betrieben ebenfalls nicht bezahlt bekommen. Der kapitalistischen Ausbeutung kann nur durch solidarisches Handeln über Betriebs- und Organisationsgrenzen hinaus Einhalt geboten werden. Kommt zur Fahrraddemo!

13.04.2018 | 16:30 Uhr | Oranienplatz

Abschlusskundgebung, auch ohne Fahrrad
18 Uhr | Schlesische Straße 26 | Deliveroo-Zentrale

Tags: Gewerkschaft, Klassenkampf

22.03.2018 | Internationalismus

Perspektive-Tresen: Rojava verteidigen

Rojava besteht aus den Kantonen Afrîn, Kobanê und Cizîrê und liegt im Norden des Staates Syrien. Dort wird seit Jahren eine demokratische Selbstverwaltung aufgebaut und die Frauen*befreiung vorangetrieben. Dieses fortschrittliche Projekt wird von allen Seiten angegriffen und bedroht. Das türkische Regime unter Erdogan will die autonome Selbstverwaltung von Rojava zerstören. Die BRD unterstützt die Türkei dabei mit Waffenlieferungen, politischer Rückendeckung und verstärkter Repression gegen die kurdische Bewegung in der BRD. Deutsche Leopard-2-Panzer und Gewehre von Heckler & Koch wurden beim türkischen Angriffskrieg gegen Afrin eingesetzt. Durch die Öffnung des Luftraumes hat Russland der Türkei den Einmarsch in Nordsyrien und die Durchführung der Luftangriffe ermöglicht. Die USA und Russland tolerieren die Kriegspolitik der Türkei. Auf Seiten der türkischen Nato-Armee kämpfen tausende radikale Jihadisten aus dem Umfeld von Al-Qaida sowie faschistische Graue Wölfe unter der Fahne der Freien Syrischen Armee (FSA). Wir haben den Journalisten und Historiker Nick Brauns eingeladen, um über die aktuelle Situation in Rojava, den Krieg der Türkei gegen die kurdische Freiheitsbewegung und die Rolle der imperialistischen Staaten zu sprechen.

Dienstag | 10. April 2018 | 19 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10a

Tags: Internationalismus, Krieg, Rojava, Syrien, Türkei und Kurdistan

10.03.2018 | Repression

Gemeinsam gegen Repression: Demo am 17.3. in Hamburg und am 18.3. in Berlin

Im Rahmen des 18. März 2018, dem Tag der politischen Gefangenen, findet in Hamburg eine bundesweite Antirepressionsdemo statt. Vor und während des G20-Gipfels in Hamburg agierte die Polizei mit großflächigen Demonstrationsverbotszonen, Campverboten und gewalttätigen Angriffen. In der Gesa gab es massive Übergriffe auf Aktivist*innen und Anwält*innen und unhaltbare Zustände. Die Repression wird auch weiterhin fortgesetzt: Lange Untersuchungshaft, Hausdurchsuchungen und öffentliche Denunziationsaufrufe. Aktuell, sieben Monate nach dem Gipfel, sind noch sieben Menschen im Knast. Am 17.3. auf nach Hamburg und am Sonntag, dem 18.3. zur Demo in Berlin. Freiheit für alle G20-Gefangenen! Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Hamburg | 17.03.2018 | Bundesweite Demonstration | 14 Uhr | Gänsemarkt
Berlin | 18.03.2018 | Demo | 17 Uhr | Bundeskriminalamt | Am Treptower Park 5–8

Tags: G20, Knast, Repression, Rote Hilfe

28.02.2018 | Internationalismus

Gemeinsam gegen die türkischen Angriffe auf Afrin!

Seit dem 20. Januar 2018 greift das türkische Militär gemeinsam mit dschihadistischen Gruppierungen das Gebiet Afrin in Rojava/Nordsyrien an. Bei den vom türkischen Militär geführten Angriffen vom Boden und aus der Luft sind bisher 148 Zivilist*innen getötet worden. Bei einem großen Teil dieser zivilen Opfer handelt es sich um syrische Binnenflüchtlinge. Gezielt werden zivile Wohngebiete mit Artillerie und aus der Luft bombardiert, ganze Dörfer dem Erdboden gleichgemacht und systematisch Infrastruktur, wie Wasseraufbereitungsanlagen, zerstört. Afrin ist einer der Kantone der Demokratischen Föderation Nordsyrien. Das gesellschaftliche Leben wird basisdemokratisch innerhalb von Kommunen und Räten organisiert. Die Grundlage für diese Form der Politik ist der demokratische Konföderalismus, orientiert an den Selbstverwaltung, kooperativer Ökonomie, Frauenbefreiung und Ökologie.

Biji Berxwedana Efrin!

3. März 2018 | 12 Uhr | Berlin | Alexanderplatz | Neptunbrunnen

Tags: Internationalismus, Krieg, Rojava, Türkei und Kurdistan

23.02.2018 | Sexismus

Perspektive-Tresen: Geschichte und Aktualität des 8. März

Der Internationale Frauen*kampftag ist entstanden, um den Kampf für das Wahlrecht für Frauen* zu stärken und wurde erstmals 1911 in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA begangen. Seit 1921 wurde der Frauen*kampftag am 8. März durchgeführt, um an den Streik der Textilarbeiterinnen 1917 in Petrograd – dem Beginn der Februarrevolution – zu erinnern. Wir wollen uns bei der Veranstaltung mit der Geschichte und Aktualität des 8. März beschäftigen. Dazu werden wir die Entstehung dieses Kampftages nachzeichnen und auf die »Frauenfrage« innerhalb der sozialistischen Theorie, insbesondere auf die Positionen von Clara Zetkin, eingehen und diese kritisch beleuchten. Daran anschließend wollen wir die marxistisch-feministischen Ansätze, die sich mit der zweiten Welle der Frauenbewegung entwickelten darstellen und aufzeigen, welche Weiterentwicklung, bezogen auf die Analyse des Patriarchats, darin gegenüber den traditionellen marxistischen Theorien zum Ausdruck kam. Außerdem wollen wir auf aktuelle marxistische und feministische Ansätze eingehen und unsere eigene Perspektive umreißen. Des Weiteren werden wir auf die Mobilisierung zur diesjährigen FLTI*-Demo zum 8. März eingehen und deutlich machen, weshalb der 8. März weiterhin ein wichtiger feministischer Kampftag ist.

Dienstag | 6. März 2018 | 19 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10a

Tags: 8. März, Feminismus, Frauenkampf, Perspektive-Tresen

14.02.2018 | Sexismus

Internationalistische Frauen*kampf-Demo 2018

Unter dem Motto »Frauen* wollen Revolution! Wir organisieren uns gegen Patriarchat, Krieg, Rassismus und Faschismus« ruft ein Bündnis aus internationalistischen feministischen Gruppen und Initiativen zur diesjährigen Frauen*kampf-Demo auf. Die Demos zum 8. März sind ein wichtiger Ausdruck des feministischen Kampfes. Das Patriarchat ist trotz der Fortschritte in Bezug auf die rechtliche Situation von Frauen* in der BRD keineswegs überwunden. Vielmehr sind die gesellschaftlichen Strukturen nach wie vor patriarchal geprägt. Es existiert immer noch eine geschlechtshierarchische Arbeitsteilung, sexualisierte Gewalt gegen Frauen* und männliche Dominanz in allen gesellschaftlichen Bereichen. Gehen wir am 8. März gemeinsam auf die Straße! Diese Demo ist nur für Frauen*, Lesben, Trans* und Inter* Personen. Gemeinsam mit dem Projekt Revolutionäre Perspektive Hamburg haben wir einen Aufruf zum 8. März verfasst.

Frauen*kampf-Demo| 8. März 2018 | Berlin | Schlesisches Tor | 15:30 Uhr

Tags: Feminismus, Frauenkampf, Internationalismus

26.01.2018 | Antira & Antifa

Perspektive-Tresen: Black Lives Matter

Die Black-Lives-Matter-Bewegung ist bereits 2012 nach der Ermordung des 17-jährigen Trayvon Martin in den USA entstanden. Der Hashtag #blacklivesmatter wurde nach dem Freispruch des Mörders von Trayvon Martin in den sozialen Medien verwendet. Die Aktivistinnen Alicia Garza, Opal Tometi und Patrisse Cullors posteten den Hashtag #blacklivesmatter als Reaktion auf die Unterdrückung, Ungleichheit und Diskriminierung, die Schwarze Menschen alltäglich erfahren. Die Bewegung ist international von Bedeutung, da damit rassistische gesellschaftliche Strukturen weltweit sichtbar gemacht werden. Der Mord an Mike Brown, einem Schwarzen Auszubildenden aus Ferguson, durch den weißen Polizisten Darron Wilson am 9. August 2014 entfachte eine der größten Protestwellen der jüngeren Geschichte in den USA und machte die Bewegung international bekannt. Die Black-Lives-Matter-Bewegung funktioniert dezentral und hat vielfältige Protestformen. Keeanga-Yamahtta Taylor analysiert in ihrem Buch »From #BlackLivesMatter to Black Liberation« die historischen Entstehungsbedingungen der Bewegung, ihre Herausforderungen und Perspektiven. Wir wollen in Kooperation mit Free Mumia Berlin die zentralen Thesen des Buchs darstellen und gemeinsam diskutieren.

Dienstag | 13. Februar 2018 | 19 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10a

Tags: Antirassismus, Perspektive-Tresen, Rassismus, USA

26.01.2018 | Internationalismus

Keine Deals mit Erdogan! Rüstungsexporte stoppen – Afrin verteidigen!

Seit dem 20. Januar 2018 greift die türkische Armee gemeinsam mit islamistischen Gruppen den selbstverwalteten nordsyrischen Kanton Afrin an. Tägliche Luftangriffe, ständiger Artilleriebeschuss und ununterbrochene Gefechte entlang der Grenzen Afrins sind die Folge. Die Türkei setzt dabei auch deutsche Panzer vom Typ Leopard 2 ein. Die Bevölkerung Afrins stellt sich gemeinsam mit der YPG und YPJ und verbündeten arabischen Gruppen den türkischen Angriffen erfolgreich entgegen. Bundesweit finden Demonstrationen und Kundgebungen in Solidarität mit Afrin statt.

Internationalistische Demonstration | 04.02.2018 | 15 Uhr | Berlin | Oranienplatz

Tags: Krieg, Rojava, Rüstung, Türkei und Kurdistan

24.12.2017 | Sonstiges

Perspektive-Tresen: Berliner Januarkämpfe 1919

Der Januaraufstand Anfang des Jahres 1919 gilt als tragischer Höhepunkt, einigen gar als Endpunkt der Novemberrevolution. Er endete mit der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht durch gegenrevolutionäre Truppen. Als »Spartakusaufstand« ist der gescheiterte Versuch, die Revolution des November 1918 zu vollenden, bis heute in der Erinnerungskultur präsent. In einer verbreiteten marxistischen Erinnerung wird vom Verrat der Sozialdemokratie erzählt, die Spartakusgruppe heroisiert. Die wiederum gilt in konservativen Darstellungen als Vortruppe des Bolschewismus oder gar Stalinismus. Beiden Perspektiven ist gemein, dass sie auf politische Führung schauen – aus dem Blick geraten die eigentlichen Akteur*innen des Aufstandes: Arbeiter*innen aus den Fabriken Berlins, die nicht nur das Ende der Monarchie, sondern auch die Sozialisierung ihrer Betriebe forderten. Doch was waren die Grundlagen dieser Radikalisierung? Und warum konnte sie im Lauf des Jahres 1919 in Berlin und anderswo niedergeschlagen werden? Der Historiker Ralf Hoffrogge wird über die Bedingungen, den Verlauf und die Folgen des Januaraufstandes berichten und in der Diskussion werden wir gemeinsam der Frage nachgehen, was wir heute noch aus den damaligen Ereignissen lernen können.

Dienstag | 9. Januar 2018 | 19 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10a

Tags: Bewaffneter Kampf, Geschichte, Klassenkampf, Kommunismus & Sozialismus, Luxemburg & Liebknecht, Perspektive-Tresen, Repression

10.12.2017 | Krieg

Audiomitschnitt des Vortrags von Jörg Kronauer zum Thema »Deutsches Weltmachtstreben«

Am 23. Mai 2017 hat Jörg Kronauer bei unserem Perspektive-Tresen einen Vortrag zum Thema »Deutsches Weltmachtstreben« gehalten. Dabei ist er auf das Weißbuch der Bundeswehr eingegangen, welches 2016 neu veröffentlicht wurde. Darin wird die Sicherung der ungehinderten Nutzung globaler Versorgungs-, Transport- und Handelslinien sowie der Rohstoff- und Energiezufuhr erwähnt. Die BRD solle mehr »Verantwortung« übernehmen, womit mehr Militäreinsätze der Bundeswehr gemeint sind. Ein weiteres Thema des Vortrags sind die Veränderungen seit den 1990er Jahren in der Weltwirtschaft. Eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers zur Prognose der Wirtschaftsstärke der einzelnen Staaten zeigt, wie sich die Gewichte in der Weltwirtschaft stark von den USA und der EU nach Asien verschieben. China und Indien sind laut der Prognose 2050 in der Rangliste der Länder mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt auf Platz 1 und 2. Jörg Kronauer ging auch auf den Prozess der Militarisierung der EU unter deutscher Führung ein, der zu einer größeren Unabhängigkeit von den USA führen soll.

Tags: Audio-Mitschnitt, Bundeswehr, Krieg, Nato, Perspektive-Tresen

08.12.2017 | Klassenkampf

Luxemburg-Liebknecht-Demonstration 2018

Am Sonntag, dem 14. Januar 2018 findet die alljährliche Demonstration in Gedenken an die Ermordung der beiden Revolutionär*innen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht statt. Nach dem Januaraufstand 1919 in Berlin, wurden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg verhaftet, gefoltert und durch rechte Freikorps-Soldaten mit Unterstützung der SPD ermordet. Wir rufen dazu auf, sich am antifaschistischen und internationalistischen Block zu beteiligen. Schwerpunkt der Mobilisierung ist in diesem Jahr der Rechtsruck und die staatliche Repression gegen linke Strukturen.

14.01.2018 | LL-Demonstration | 10 Uhr | Frankfurter Tor | Antifaschistischer & internationalistischer Block

Tags: Geschichte, Luxemburg & Liebknecht, Repression, Revolution

23.11.2017 | Klassenkampf

Audiomitschnitt zum Vortrag zur Oktoberrevolution

Am 14. November 2017 hat der Journalist und Historiker Nick Brauns beim Perspektive-Tresen einen Vortrag zum Verlauf der Oktoberrevolution gehalten. Während in den bürgerlichen Medien die Revolution als Putsch einer kleinen fanatischen Minderheit dargestellt wird, zeigt Nick Brauns auf, dass die sozialen Massenbewegungen der Arbeiter*innen und Bäuer*innen zur Revolution geführt haben. Dabei geht er auch auf die Vorläufer der Revolution von 1917 ein. Dazu gehört die Revolution von 1905, in der sich zum ersten Mal ein Sowjet bildete. Die Oktoberrevolution begreift Nick Brauns als epochales Ereignis, da mit dieser Revolution die Tür aufgestoßen wurde für eine Gesellschaft ohne kapitalistische Ausbeutung. Verschiedene Faktoren wie die Isolation der Oktoberrevolution, der Krieg gegen die imperialistische Intervention und die konterrevolutionäre »Weiße Armee« führten jedoch langfristig dazu, dass die Rätemacht sich nicht halten konnte und eine Bürokratisierung einsetzte.

Tags: Audio-Mitschnitt, Geschichte, Perspektive-Tresen, Revolution

23.11.2017 | Repression

Perspektive-Tresen: Das Salz in der Suppe ...

Das Buch »Mit aller Härte« handelt von klandestiner Militanz, staatlicher Überwachung und gewerkschaftspolitischen Initiativen hinter Gittern. Der Autor Frank Brunner, der im »stern«-Büro Baden-Württemberg arbeitet, hat anhand von ausführlichen Interviews, der Sichtung von Prozessakten und eigenen Recherchen ein Stück Geschichte des militanten Linksradikalismus publizistisch aufbereitet. Thema des Buches ist die von 2001 bis 2009 existierende »militante gruppe« (mg) und der Aktivist Oliver Rast, einer der Verurteilten aus dem mg-Verfahren. Die jahrelange Fahndung nach Mitgliedern der mg und die umfassenden Überwachungsmethoden von Verfassungsschutz und BKA werden im Buch ausführlich beschrieben. Brunner zeichnet auch die polit-biografischen Stationen von Rast nach. Der frühere Jungsozialist in der SPD aus dem Westberliner Märkischen Viertel gründete als militanter Aktivist nach seiner Festnahme in der Haft die Gefangenen-Gewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO) im Mai 2014 mit. Auf der Veranstaltung erzählt Oliver Rast auf der Basis des Buches »Mit aller Härte«, welche Spielräume innerhalb der politischen Niederlage vor und hinter den Knastmauern für einen »Linksradikalen mit Bodenhaftung« existieren.

Dienstag | 12. Dezember 2017 | 19 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10a

Tags: Bewaffneter Kampf, Knast, mg-Verfahren, Perspektive-Tresen, Repression, Überwachung

17.11.2017 | Sonstiges

Audiomitschnitt der Lesung aus »Die Ästhetik des Widerstands«

Der Schauspieler Rolf Becker hat am 7. November 2016 Abschnitte aus dem Roman »Die Ästhetik des Widerstands« gelesen. Das literarische Hauptwerk von Peter Weiss erschien zwischen 1975 und 1981. Die drei Bände sind einzeln in den Jahren 1975, 1978 und 1981 in Westdeutschland im Suhrkamp Verlag erschienen, 1983 wurden sie auch in der DDR veröffentlicht. Im Roman werden über 100 Kunstwerke besprochen, darunter auch der Pergamon-Altar. Die Antifaschisten Horst Heilmann und Hans Coppi, besuchen zusammen mit dem Ich-Erzähler 1937 das sieben Jahre zuvor eröffnete Pergamonmuseum und rekonstruieren die Entstehungsgeschichte des Altars. Der Sieg der olympischen Götter über die aufbegehrenden Giganten wird zum Sinnbild des Klassenkampfes. Bei der Lesung geht Rolf Becker auf einen Abschnitt zur Bremer Räterepublik und einen Abschnitt zum Spanischen Bürgerkrieg ein.

Tags: Antifaschismus, Audio-Mitschnitt, Klassenkampf, Kunst, Perspektive-Tresen

17.11.2017 | Klassenkampf

Make Amazon pay!

Das Bündnis »Make Amazon pay« organisiert bundesweit Aktionen zur Unterstützung des Arbeitskampfes der Beschäftigten von Amazon. Höhepunkt der Aktionstage ist der Black Friday am 24.11., der globale Schnäppchentag für das Weihnachtsgeschäft von Amazon. An diesem Tag soll in Berlin das Amazon-Verteilzentrum am Kudamm-Karree blockiert werden. Amazon steht für krankmachende Arbeitsbedingungen, Kontrolle und Überwachung von Mitarbeiter*innen. Mit Scannern wird jeder Handgriff der Mitarbeiter*innen überwacht. Solidarität mit den Beschäftigten!

Block Black Friday | 24. November 2017 | 10 Uhr | Berlin | Savignyplatz

Tags: Gewerkschaft, Klassenkampf, Überwachung

09.11.2017 | Sexismus

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen*

Lateinamerikanische Feministinnen haben 1981 den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen* ausgerufen. Er bezieht sich auf den 25. November 1960 und erinnert an die Ermordungen der Widerstandskämpferinnen Patria, Maria Teresa und Minerva Mirabal durch den militärischen Geheimdienst in der Dominikanischen Republik unter Diktator Truijillo. In Berlin gibt es am 25. November 2017 eine Demo unter dem Motto »Den Feminizid weiter bekämpfen – durch Frauen*selbstorganisierung und Frauen*selbstverteidigung«. Aufgerufen sind alle Frauen*, Lesben*, Trans*- und Inter*-Personen.

25.11.2017 | Demonstration | Hermannplatz | 15 Uhr

Tags: Feminismus, Frauenkampf, Patriarchat, Sexismus

25.10.2017 | Klassenkampf

Perspektive-Tresen: 100 Jahre Roter Oktober

Für revolutionäre Strömungen sind Revolutionen für eine befreite Gesellschaft ein Lehrstück der Geschichte. Ob sie erfolgreich sind oder niedergeschlagen werden, ihre Analyse und Verarbeitung ist eine notwendige Voraussetzung für die zukünftige Überwindung der kapitalistischen Herrschaft. Die Oktoberrevolution 1917 war das Resultat einer Massenbewegung aus Bäuer*innen, Arbeiter*innen und Soldat*innen, die sich vom zaristischen Regime, welches für Armut, Hunger und imperialistische Kriegspolitik verantwortlich war, befreiten. Eine entscheidende Kraft in der Revolution waren die Bolschewiki. Die Revolution war im Würgegriff imperialistischer Armeen und konterrevolutionärer Kräfte, aber sie konnte sich letztendlich verteidigen. Allerdings gelang es trotz großer Errungenschaften nicht, in den kommenden Jahren eine freie sozialistische Gesellschaft zur Entfaltung zu bringen. Dennoch war sie Bezugspunkt für beispielsweise die chinesische Revolution, die Entkolonialisierungsprozesse und für die Befreiungsbewegungen des Trikonts. Sie war nahezu 70 Jahre lang die Grenze für die ungehemmte, weltweite kapitalistische Ausplünderung. Der Historiker Nick Brauns wird einen umfassenden Einblick in den Verlauf der Oktoberrevolution geben.

Dienstag | 14. November 2017 | 19 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10a

Tags: Geschichte, Internationalismus, Kommunismus & Sozialismus, Organisierung, Perspektive-Tresen, Revolution

24.09.2017 | Internationalismus

Perspektive-Tresen: Rojava Report

»Berxwedane Kobanê! Es lebe der Widerstand in Kobanê!« – Dieser Ruf steht nicht nur für die wichtige Verteidigung Kobanês vor dem Islamischen Staat im Frühjahr 2014, er steht auch für das Umschlagen eines regionalen Kampfes in ein globales Projekt. Der Übergang von der Verteidigung in den Angriff, der Aufbau einer neuen Gesellschaft auf den Ruinen des syrischen Krieges und in direkter Konfrontation mit dem Imperialismus – überall auf der Welt ist das Projekt Rojava seither zu einem wichtigen Bezugspunkt linker Politik geworden. Der Revolutionäre Aufbau Schweiz hat das Buch »Rojava Report« herausgegeben. Auf 130 Seiten bekommen die Leser*innen einen authentischen Einblick in die Rojava-Revolution und den vor Ort gelebten Internationalismus. Darin enthalten sind unter anderem Interviews mit kämpfenden Internationalist*innen, die sich temporär der Revolution in Rojava angeschlossen haben. Zudem gibt es eine Auswahl von Interviews mit Vertreter*innen verschiedener revolutionärer Organisationen. Bei der Veranstaltung wird eine Genossin des Revolutionären Aufbaus Schweiz das Buch vorstellen und auf die Bedeutung der Revolution in Rojava eingehen. Außerdem wird der politische Liedermacher Nils aus der Schweiz den Abend musikalisch mit Gesang und Klavier begleiten.

Dienstag | 10. Oktober 2017 | 19 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10a

Tags: Bewaffneter Kampf, Internationalismus, Perspektive-Tresen, Rojava

26.08.2017 | Repression

Indymedia Linksunten: Hände weg von unseren Medien

Am 25. August 2017 hat der Bundesinnenminister die linke, spektrenübergreifende Nachrichtenplattform Indymedia Linksunten verboten. Es kam zu fünf Hausdurchsuchungen in Freiburg. Dabei wurden zahlreiche Speichermedien und Computer beschlagnahmt. Das Portal Linksunten wird von antikapitalistischen, feministischen, antirassistischen, antifaschistischen, antimilitaristischen und ökologischen Strukturen und Einzelpersonen genutzt, um über ihre Aktivitäten und Inhalte zu informieren. Das Verbot ist ein Schlag gegen die gesamte antagonistische Linke.

Solidarität mit den Betroffenen in Freiburg! Sofortige Zurücknahme des Verbots von Indymedia Linksunten!

Tags: linke Medien, Repression, Überwachung

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